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Licht ins Dunkel (Teil 1)

Gibt es etwas anderes als Licht durch Leuchtstoffröhren unter Hängeschränken?

Die richtige Beleuchtung in der Küche ist ein komplexes Thema. Ich werde versuchen es ein wenig übersichtlich zu gestalten:Im Prinzip müssen wir zuerst zwischen der Beleuchtung des Küchenraumes und der Beleuchtung in den Küchenmöbeln selbst unterscheiden.

In erster Linie gehe ich in diesem Blog auf die Beleuchtung der Küchenmöbel ein, da diese primär von uns als Küchenplaner beeinflusst werden kann. In der Rohbauphase werden wir zwar hin und wieder zu Rate gezogen – was an und für sich eigentlich der ideale Weg wäre: Ein Raum-Beleuchtungsplanung, in der das Licht abgestimmt ist auf die jeweilige Küchensituation. Das ist meist Thema der Elektrofirma oder im Idealfall des Beleuchtungsplaners.

 

Ein paar Tipps dazu:

  • Lieber mehr Lumen als zu wenig verplanen – gegebenfalls dimmbar gestalten
  • Beleuchtung der Arbeitsflächen immer direkt darüber, damit kein Schatten der Person auf die Arbeitsfläche fällt (eigentlich logisch – wird aber oft falsch gemacht)
  • Achten Sie auf eine angenehme Lichttemperatur (nicht zu warm und nicht zu kalt)-LED sind mittlerweile das Maß der Dinge
  • Die Summe der Lichtstärke sollte in Küchen bei ca. 300-500 Lux liegen

Zurück zu unserem eigentlichen Kernthema – der Küchenmöbelbeleuchtung:

Wir unterscheiden Licht zwischem Arbeitslicht, Ausleuchtungslicht und Stimmungslicht.

Als Arbeitslicht dienen Lichtmittel, welche unter Hängeschränken platziert sind, in Decken oder Verkofferungen verbaut werden, oder in Nischenrückwänden für das richtige Licht sorgen.

Das Angebot an Lichtmitteln unter die Hängeschränke reicht vom Aufschraubstrahler, über den Einbaustrahler mit MM-Zeichen, über die Leuchtstoffröhren, LED-PowerStripes, bis hin zu Lichtböden. Ähnliches gilt für Aufsatzleuchten in verschiedensten Formen – dem individuellen Geschmack sind hier kaum Grenzen gesetzt. Bei der Beleuchtung sollten Sie nicht sparen. Achten Sie darauf, dass alle Leuchten das CE-Zeichen haben sowie Einbauleuchten zusätzlich mit dem MM-Zeichen ausgerüstet sind. Ein empfehlenswerter Hersteller ist die Firma Hera.

In die Decken werden direkte oder indirekte Leuchtmittel verbaut, meist in Form von Strahlern – LED-Stripes oder Leuchtstoffröhren. Die LED-Strahler lösen die herkömmlichen Halogenstrahler immer mehr ab. Vorteile hier sind die geringere Wärmeentwicklung, sowie längere Lebensdauer bei geringeren Energiekosten.

Der Nachteil, dass LED-Licht eher kühler wirkt, ist dank neuer Entwicklungen passé.

Achten Sie beim Kauf von LED Leuchtmitteln unbedingt auf ein warmweißes Licht (es sei den es ist absichtlich eine kühle Optik gewünscht).

Im Zweifelsfall sollte man die Farbtemperatur hier etwas wärmer wählen (geringere Kelvinangabe). Unserer Erfahrung nach wirken LED`s bei gleicher Angabe immer etwas kühle.

Nischenrückwände werden aktuell viel in Glas verbaut. Hier besteht die Möglichkeit das Glas als Leuchtkörper zu nutzen.

Glasrückwand beleuchtet

Beleuchtete Glasrückwand

Je nach Konstruktion der Küche bzw. des Raumes eignen sich verschiedene Möglichkeiten dazu: Eine relativ kostengünstige Lösung ist das leichte Vorsetzen und die Verplanung von LED-Stripes dahinter (evtl. sogar mit RGB-Farbwechsler – für individuelle Stimmungen??) . Bei geringeren Raumtiefen kann die Scheibe auch stirnseitig von den LED´s bestrahlt werden – aber Achtung: Steckdosen müssen hier entsprechend berücksichtigt werden!

Für größere Flächen eignen sich flächige LED-Module (sogenannte Backlight- Belechtung). Dieses Thema kommt immer stärker – Beispiele dazu finden Sie auf der Seite von Fa. Apurcom www.apurcom.de

Eine wichtige Beleuchtungmöglichkeit stellt auch der Dunstabzug der Küche dar. Viele aktuelle Abzugsmodelle werden allerdings in die Arbeitsplatte integriert, deshalb sollte über diesem Bereich für gutes Licht gesorgt werden.

Als Ausleuchtungslicht eignen sich sogenannte Kontaktleuchten, die sich beim Öffnen von Türen oder Schubkästen automatisch ein- und ausschalten. Einfachste Lösung sind batteriebetriebene Lösungen, weil sie keine Verkabelung erfordern. Allerdings wird man vom gelegentlichen Batteriewechsel nicht verschont. Deshalb greifen wir meistens doch auf die kabelgebundene Lösung zurück. Das ist zwar ein wenig aufwändiger, aber einmal eingebaut hat man seine Ruhe.

 

Stimmungslicht spaltet die Meinungen!

Lichtstreifen

Für die einen ist es „nice-to-have“ – für die anderen ein absolutes „must-have“. Ein LED-Band im Sockel oder am Hochschrank erzeugen eine sehr ansprechende Raumwirkung. Lichtbänder entlang der Arbeitsplatte oder eines Gerätemodules wirken sehr edel. Ich empfehle dieses Licht dann mit dem Hauptlicht zu koppeln, da Sie es sonst erfahrungsgemäß zu wenig nutzen. Wir verwenden hier sehr stromsparende LED Stripes – der Verbrauch ist zu vernachlässigen.

Ein Klassiker des Stimmungslichtes ist die Beleuchtung einer Glasvitrine. In abgehängten Decken werden ebenfalls oft Lichtbänder als indirekte Beleuchtung eingesetzt. Unseren Mineralwerkstoff Himacs kann man ebenfalls rückseitig leicht anfräsen und beleuchten. ….. Der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Autor: Christian Beer

Beer GmbH

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