Küche Altholz

Urbane Küche: Altholz mit Hellgrau und Edelstahl

Wer sich für eine Küche mit Altholz entscheidet, liegt voll im Trend. Altholz erlebt seit einigen Jahren nicht nur in der Küche, sondern in allen Einrichtungsbereichen einen Boom. Ob als Bodenbelag, im Bad, als kompletter Esstisch, als Wandverkleidung und in der Küche. Altholz ist angesagt!

Aus unserer Sicht hat der Hang in der Küche zu Altholz einen großen Vorteil gegen über anderen Trends: Eine Küche mit Altholz wird immer modern bleiben. Anders als bei manchen Moden, deren Zeit irgendwann vorüber ist, wird man einer Küche mit Altholz das nicht ansehen. Denn Altholz ist an sich antik und nicht neu. Es ist schon ‚Vergangenheit‘.

Der Clou besteht darin, dieses antike Material nun neu zu kombinieren. Je mutiger, desto auffälliger und umso kurzlebiger. Aber bei einer modernen, urbanen Küche und Altholz können Sie nichts wenig falsch machen. Sie wird immer ein Hingucker!

 

Wo in der Küche wird Altholz eingesetzt?

Die Frage sollte vielmehr lauten: Wo in der Küche kann Altholz nicht eingesetzt werden?

Es gibt in der Küche kaum einen Bereich, in dem Altholz nicht eingesetzt werden kann! Der einizige Part, in dem wir in der Küche Altholz als schwierig betrachten, ist die Arbeitsplatte. 

Die größten Charakteristika von Altholz sind seine Haptik und Patina, seine Struktur und die echten Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche. 

Es ist technisch möglich mit Füllern, Ölen und Spachtelungen diese Unebenheiten arbeitsplattentauglich auszumerzen. Das ist aber natürlich unsinnig und würde den Ausdruck des Altholzes zerstören.

Fazit: Abgesehen von der Arbeitsplatte lässt sich in der Küche Altholz für alle Bereiche verwenden, ob Fronten, Rückwände, Seitenstollen, Thekenaufsätze, Sockelbereiche, Verkleidungen, Esstische – Altholz ist ein wunderbarer Baustoff in der Küche.

 

Altholz in der Küche – ist das überhaupt geeignet?

Wie bereits erwähnt, ist es als Arbeitsplatte ungeeignet. Für alle anderen Bereiche lässt es sich gut einsetzen, da diese nicht so intensiv beansprucht werden. Regemäßiges Reinigen von Altholz auf Fronten z. B. ist überhaupt kein Problem. Beachten Sie nur, dass Küchenfronten aus Altholz nicht mit scheuernden oder bleichenden Mitteln behandelt werden dürfen. Aber da das für nahezu alle Materialien in der Küche gilt, sollte es kein Problem sein. 

Bei hydrosensiblen Bereichen, wie z. B. Rückwänden im Spülenbereich, muss in der Küche mit Altholz und speziellen Oberflächenbeschichtungen gearbeitet werden. Überdies sollten Sie Wasser und Feuchtigkeit nicht längere Zeit auf Altholz (und jedem anderen Holz) einwirken lassen, da es sonst – trotz Imprägnierung - zu Verfärbungen und Flecken kommen kann. 

Was ist eigentlich Altholz?

Altholz ist altes Holz. Es wird beim aus Altbauten, vor allem im Alpenraum, wo viele Häuser, Hütten und Ställe komplett aus Holz sind, im Zuge von Sanierungen oder Abrissen gewonnen. 

Der Boom von Altholz in der Küche und vielen anderen Bereichen, wie z. B. auch in hippen Restaurants und für komplette Hotelausstattungen, hat die Nachfrage nach dem Material sprunghaft ansteigen lassen. Findige Unternehmen haben die Lücke schon früh erkannt und darauf reagiert: 

Altholz wird inzwischen auch ‚hergestellt‘. Das geschieht einerseits durch Verwitterung: Holz wird im Freien nebeneinander ausgelegt – nicht gestapelt – und für Monate oder sogar Jahre der Natur überlassen. Ein langwieriges und vergleichsweise aufwändiges Verfahren.

Die andere Möglichkeit ist Holz ‚künstlich‘ auf Altholzoptik zu trimmen. Mittels Bürsten, Wachsen, Ölen, Lacken und anderen manuellen und maschinellen Mitteln wird Holz bearbeitet, bis es aussieht wie altes Holz. Es ist immer noch ein Naturprodukt und kann deshalb je nach Holzstück unterschiedlich ausfallen. Optische Unterschiede zwischen einzelnen Stücken sind natürlich und gewollt. 

Eine dritte Möglichkeit ist eine komplett maschinelle Herstellung, in der eine Trägerplatte aus Holz einen täuschend echt wirkenden Aufdruck aus Altholzoptik erhält, inklusive Unebenheiten und Maserung. Das ist industrielle Altholzfertigung. Der Vorteil: Ein Stück gleicht dem anderen, der Kunde erhält genau das, was er aussucht. 

 

Muss in der Küche Altholz speziell behandelt werden?

Das kommt auf die ursprüngliche Oberfläche des Altholzes an. 

In der Küche ist Altholz in der Regel durch eine Oberfläche aus mattem Lack oder Öl versiegelt. Bei Lackoberflächen ist eine spätere Behandlung nicht nötig. Geölte Küchen aus Altholz müssen möglicherweise nachgeölt werden, um den Oberflächenschutz zu erhalten. Fragen Sie hierzu Ihren Küchenverkäufer bereits vor dem Küchenkauf! Er sollte Sie kompetent beraten können und auch das entsprechende Öl für Ihre Altholz-Küche nennen. 

 

Welche Kombinationen eignen sich gut, welche nicht?

In der Küche mit Altholz ist so gut wie alles möglich. Für farbliche Kombinationsmöglichkeiten steht Altholz allen Nuancen offen. Ob kräftige Töne oder Pastellfarben: Altholz-Küchen vertragen jeden Farbton. Um eine schöne Harmonie oder einen gewollten Farbkontrast zu erreichen, stehen durch die vorher genannten Verfahren diverse Ausführungen zur Verfügung, so dass für jede Küche Altholz im passenden Ton gefunden werden kann. 

Darüber hinaus empfehlen wir für die Kombination mit Altholz in der Küche starke und natürliche Materialien, wie z. B. Stahl und Naturstein. 

Um das Holz richtig in Szene zu setzen, achten Sie auf eine gute Beleuchtung. Eventuell bietet sich auch eine Effektbeleuchtung für spezielle Bereiche an, wie z. B. bei Rückwänden in der Küche mit Altholz. 

 

Alternativen zu Altholz in der Küche?

Es muss nicht immer Altholz sein.

Die Holzkollektionen sind heute so vielfältig, dass sich auch ‚neues‘ Holz hervorragend für Küchen eignet. Während Altholz immer besonders Charakterstark und dominant ist, lassen sich mit normalen Hölzern ganz andere Stimmungen erschaffen. Wildes, astiges Eichen- oder Fichtenholz oder elegantes, ruhiges, astfreies Eichenholz oder Nussbaum – die Palette der Möglichkeiten ist immens.