Die schwarze Küche

Trend mit Ambitionen zum Klassiker

Eine schwarze Küche. Ernsthaft?

Jahrelang lobte die Küchenbranche Weiß als die Küchenfarbe aus. Den Klassiker, der niemals altmodisch und immer schön, hell und ‚sauber‘ wirkt. 

Und jetzt plötzlich die schwarze Küche?

Zugegeben, selbst für uns vom Fach kam der Umschwung von Weiß auf Schwarz plötzlich. Diese Entwicklung war in der Branche abzusehen. Aber, dass der Trend sich so stark und so schnell durchsetzt, davon waren auch wir überrascht. 

Positiv überrascht!

Als Küchenplaner, die wir täglich mit dem Thema Küche zu tun haben, freuen wir uns, dass nach vielen Jahren mit überwiegend weißen Küchen, jetzt mit dem Thema ‚Schwarze Küche“ eine neue Herausforderung kommt. 

 

Warum ist die schwarze Küche jetzt Trend?

Die Trendforschung sagt: Jeder Trend erzeugt einen Gegentrend. 

Wenn man es so sieht, wäre der Wechsel von weißen zu schwarzen Küchen eine logische Folgerung. Ganz so einfach ist aber dann doch nicht, denn es hätte ja auch zu grauen Küchen oder farbigen Küchen führen können (die durchaus auch einen bedeutenden Marktanteil besitzen). Aber die schwarze Küche ist derzeit in aller Munde. 

Überraschend ist auch, wie detailliert sich die Schwarze Küche präsentiert. Nicht nur schwarze Fronten (auf die wir hier nochmal genauer eingehen werden), auch schwarze Armaturen, schwarze Griffe, schwarze Elektrogeräte: Die Zulieferindustrie war dieses Mal ziemlich schnell mit den neuen Designs, die zu schwarzen Küchen passen.

Was ist also dran an der Faszination ‚schwarze Küche‘?

Schwarz ist cool. 

Schwarz ist puristisch. 

Schwarz ist geheimnisvoll.

Welche Assoziationen kommen Ihnen in den Sinn, wenn Sie an Schwarz denken?

Eine schwarze Küche ist etwas Besonderes, ohne Zweifel. 

Wer auf Opulenz, Gemütlichkeit oder Shabby Chic setzt, ist mit einer schwarzen Küche sicher weniger gut bedient. 

Eine schwarze Küche strahlt Eleganz und Erhabenheit aus. Sie fügt sich perfekt ein in einen offenen, cleanen Wohnstil. 

Schwarz ist eine sehr männliche Farbe. 

Die Vermutung liegt nahe, dass auch die zunehmende Lust der Männer am Kochen für die aktuelle Beliebtheit der schwarzen Küchen verantwortlich ist.

 

3 wichtige Zutaten für eine schwarze Küche: 

Um Ihre Ausstrahlung zu entfalten braucht eine schwarze Küche drei Dinge: 

1. Platz

Schwarze Küchen brauchen viel Platz. 

Für kleine Räume sind sie eher ungeeignet, da die Küchen dann schnell dunkel und gedrungen wirken. 

2. Licht

Ideal ist viel Tageslicht. Ist das nicht gegeben (jede schwarze Küche benötigt bei Dunkelheit künstliches Licht) muss man mit einer durchdachten Beleuchtung die Küche toll inszenieren. 

Wichtig dabei: Achten Sie auf die Lichtfarbe. Zu warmes, gelbes Licht lässt eine schwarze Küche eher grau-braun wirken und nimmt ihr die Extravaganz. Zu kaltes Licht entwickelt eine sehr sachliche Atmosphäre. Lassen Sie sich hier nicht durch den gebräuchlichen Fachterminus „Tageslichtweiß“ irritiren, er steht für eine sehr kühle Lichtwirkung. Für eine schwarze Küche ist Licht im Bereich von 3000 – 5000 Kelvin (Lichtfarbe Neutralweiß) am idealsten. 

3. Luft

Fast alle modernen Küchen, egal welcher Farbe sind heute ‚luftig‘ geplant, mit offenen Regalen, sparsam mit Oberschränken bestückt oder sogar hängend konstruiert. Dieses Konstruktionsprinzip vermittelt Leichtigkeit. Für eine schwarze Küche gilt dieses Gebot umso mehr, damit sie ihre Wirkung entfalten kann.

 

Wie dekoriert man eine schwarze Küche?

Das ist tatsächlich ein interessanter Punkt. 

Die coole, elegante Optik einer schwarzen Küche wird durch den weißen Thermomix oder die bunte Kapsel-Kaffeeautomat schnell zunichte gemacht. 

Minimalismus ist angesagt:

Überlegen Sie vorab genau, welche Geräte in der Küche offen stehen sollen und planen Sie gegebenenfalls verdeckte Fächer ein. Glücklicherweise bieten die Hersteller von Blendern, Mixern & Co. heute eine breite Palette an Farben an, so dass Sie hier sicher fündig werden.

Gehen Sie in einer schwarzen Küche auch sehr sparsam mit Dekoration und offen drapierten Küchenutensilien um. Die schwarze Küche ist eine Diva und hasst Konkurrenz. 

Das gilt auch für weiße oder bunte Küchentücher, Flaschen, Kochbücher oder gemustertes Geschirr. Schwarze Küchen vertragen in diesem Punkt leider nicht so viel Farbe wie helle Küchen. Sie wirken dann schnell unruhig. 

Gut kombinieren können Sie schwarze Küchen mit verchromten oder edelstahlfarbenen Geräten und Holzelementen. Sehr trendy ist hier die Kombination mit Altholz. Deko und Geschirr sollten Sie in einer ruhigen Farbe wählen.