Offene Küche

Offene Küche

Die große Mehrheit aller neuen Küchenplanungen sieht eine offene Küche vor.

Vorbei sind die Zeiten als die Hausfrau alleine im abgetrennten Kämmerlein das Essen für die Familie zubereitete. Inzwischen wird gemeinsam gekocht oder zumindest haben auch viele Männer das Kochen für sich entdeckt. Die Küche öffnet sich und wird zum kommunikativen Mittelpunkt des ganzen Hauses. Vor einigen Jahren galt noch der Spruch: „Jede gute Party endet in der Küche“. 

Nun wird dieser Satz umgeschrieben in: „Jede gute Party findet in der Küche statt“! Die offene Küche hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Laut einem Bericht der Süddeutschen hat die Küche sogar das Auto von Platz 1 der Begehrlichkeiten verdrängt. 

Viele Menschen haben erkannt, worauf es im Leben ankommt. „Du bist, was du ißt“. Gutes Essen in Verbindung mit guten Gesprächen bereichern unser Leben.

Damit dies auch entsprechend gelingen kann musste sich die Küche ändern. Die Küche verwandelte sich in einen Raum des Wohlfühlens. Sie öffnet sich, verbindet Kochen, Kommunikation, Lifestyle und schafft gar die Verbindung zu den digitalen Medien. Die offene Küche ist geboren.

Je nach persönlichem Fokus kann die neue Technik mit integriert werden und holt die ganze Welt in unsere offene Küche.

Worauf gilt unser Augenmerk beim planen einer offenen Küche?

Welche Faktoren nehmen einen großen Einfluss auf die Planung?

  • Raumarchitektur
  • Konstruktive Planung der offenen Küche
  • Küchengeräte
  • Küchendesign
  • Roter Faden zwischen offener Küche und anschließenden Bereichen

 

1. Raumarchitektur

Tipp: Beginnen Sie rechtzeitig mit der Küchenplanung für eine offene Küche. Vielleicht planen Sie gar den Raum um die offene Küche. „Form follows function“. Dieser Grundsatz hat auch heute noch oberste Priorität. Erste Ansätze für Ihre Planung einer offenen Küche liefern Ihnen die Google-Bildersuche, Pinterest, Homify und Houzz. Hier finden Sie kreative Küchenideen im Überfluss. Ein guter Architekt macht Sie ebenfalls bereits in der Planungsphase darauf aufmerksam und unterstützt Sie bei der entsprechenden Konzeption. 

Achten Sie hier gerade bei einer offenen Küche auf die entsprechenden Durchgangswege! Kochinseln erfordern je nach Positionierung verschiedene Abstände um ein fließendes Arbeiten zu ermöglichen.

 

Wo planen Sie Ihre offene Küche? 

Sind Sie Frühaufsteher und genießen die ersten Sonnenstrahlen beim Frühstück im Osten oder richten Sie Ihre Küche lieber nach Westen aus? Bei Sonnenuntergang können Sie dann Ihre Küche vielleicht ins Freie verlängern und haben so die kürzesten Wege.

Spielen Sie verschiedene Szenarien geistig durch. Kochen Sie lieber alleine oder soll die offene Küche auch zum Treffpunkt für den großen Freundeskreis reichen? 

Ganz wichtig ist hier die Größe des Essbereiches. Rechnen Sie mit 60 cm Tischlänge pro Person für förmliche Essen. Für die gemischte Familie mit Kindern reichen auch 50 cm.

 

Lagerung der Speisen in einer offenen Küche

In der offenen Küche integriert oder separat in einer Speisekammer: Clevere Beschlagslösungen erlauben in einer offenen Küche einen Durchgang von den Hochschränken in die Speisekammer. So fügt sich die Tür fließend in das Küchendesign ein und eröffnet neue Möglichkeiten.

Es macht durchaus Sinn, sich bereits in einer frühen Phase mit einem versierten Küchenplaner zu treffen. Spätestens zu Beginn des Rohbaus ist dieser ohnehin notwendig, da für die Werkpläne der offenen Küche bereits die Wasser- und Stromanschlüsse gefragt sind.

Je eher Sie ihren Küchenplaner mit ins Boot holen, desto mehr Möglichkeiten stehen Ihnen offen.

2. Konstruktive Planung der Offenen Küche

Neben den klassischen Grundsätzen wie: welche Geräte, Küchenstil, Stauraum, Budget ist die konstruktive Planung der Küche sehr entscheidend.

Welche Küchenform passt zur Raumarchitektur?

Küchenzeile mit Kochinsel, Küche in U-Form mit Halbinsel, Küche in L-Form mit Küchenblock, etc. Es gibt hier unzählige Möglichkeiten. Idealerweise beginnt man mit den beiden wichtigsten Elementen: Feuer und Wasser. Zeitgemäß benannt: Die Kochstelle und die Spüle der offenen Küche.

 

Wo wollen Sie in Ihrer offenen Küche die Wasserstelle platzieren? 

An einer Wandfläche, um diesen Bereich möglichst vom Publikum abzuschirmen. An der Kochinsel bzw. der Halbinsel, um einen direkten Blick zu Ihren Lieben zu haben?

Gelegentlich verplanen wir bei etwas größeren offenen Küchen zwei Wasserstellen. Vielleicht ist das auch eine Option für Ihre offene Küche?

Die Hauptspüle befindet sich dann zusammen mit der Spülmaschine an der Wandzeile der Küche, während in der Kochinsel ein zusätzliches kleines Becken platziert ist.

Zweiter wichtiger Punkt für die offene Küche ist die Kochstelle. 

Wenn irgendwie möglich, wird diese immer im Zentrum der Wohnküche platziert. Hier spielt sich das Leben ab. Die Kochstelle ist kommunikativer Mittelpunkt der offenen Küche.

Wesentlich dazu beigetragen hat in den letzten Jahren eine interessante technische Entwicklung: Vielfach störte hier eine große Inselhaube das Blickfeld, größere Personen stoßen sich gerne den Kopf daran an. Trotz immenser Motorenstärke von oft weit über 1000m³ in der Stunde wurden die Gerüche nur teilweise erfasst und jeder konnte anschließend in Kleidung und Haaren riechen was gekocht wurde. Die Lösung dafür sind Muldenlüfter! Sie saugen den Dunst nach unten ab. Innerhalb nur weniger Jahre lösten Dunstabzüge nach unten inzwischen die Deckenhauben fast vollständig ab. Ein Segen für eine offene Küche, die nun ohne einen störenden Monolith an der Decke auskommt. 

Die Vorteile liegen auf der Hand. Bei wesentlich geringerer Motorenstärke (um die 450 m³/Std.) bieten diese Geräte eine bessere Leistung.

Eine physikalische Logik – abgesaugt wird vom nahegelegensten Punkt.

Sie haben eine offene Küchenarchitektur. Man stößt sich keinen Kopf mehr an, die Reinigung ist wesentlich einfacher und auch Brillenträger haben klare Sicht.

Eine Variante für die offene Küche ist, eine Thekenlösung an die Kücheninsel anzuschließen. Oft kann bereits an der Kücheninsel gekocht und gegessen werden oder sie eignet sich auch für den Kaffee zwischendurch.

Achten Sie bei der Planung auf die entsprechenden Abstände für die notwendige Bewegungsfreiheit in Ihrer offenen Küche.  Die Abstände variieren an Arbeitszonen gegenüber reinen Durchgangszonen von 80 cm bis 120 cm. Befinden sich die Flächen zwischen zwei Arbeitszonen sollte der Abstand nochmals erhöht werden.

Auch ganz wichtig: Sehen Sie die Abstände immer in Verbindung zur gesamten Küchenarchitektur. Die Proportionen sollen ein stimmiges Gesamtbild ergeben, welches der Funktionalität folgt.

 

3. Die richtigen Küchengeräte für die offene Küche

Die Grenzen werden hier nur durch Ihre Kreativität und das Budget gesetzt. Ansonsten kann für die offene Küche aus allen Möglichkeiten gewählt werden. Die Geräte sollten optisch mit dem Küchendesign harmonieren. Einbaugeräte sind generell zu bevorzugen, da sie zum einen ein schöneres Bild ergeben, zum anderen die Pflege und Reinigung erleichtern.

Wobei hier Ausnahmen die Regel bestätigen: Ein schöner SMEG Kühlschrank kann das Küchendesign durchaus bereichern. 

Tipp: Der bereits zuvor genannte Muldenlüfter eignet sich besonders gut für die offen Küche. Besprechen Sie bereits bei der Küchenplanung für den Rohbau, ob Sie mit einer Umluft oder einer Abluftlösung arbeiten können. Viele neue Haus- und Wohnungsplanungen verlangen nach einer Umluftvariante aufgrund energetischer Vorgaben. Ist eine Abluft-Führung möglich und gewünscht, dann gilt es diese und eine notwendige Zuluft-Variante zum Ausgleich rechtzeitig einzuplanen. 

 

4. Das richtige Küchendesign für Ihre offene Küche

Sie sind noch mitten in der Planung des Hauses. Vielleicht denken Sie, dass die Küche noch wenig Zeit hat. Es macht schließlich keinen Unterschied, ob Sie nun eine Landhausfront verplanen oder Ihre neue Küche puristisch modern ist. 

Nein! Das mag vielleicht bei ganz einfachen Standardküchen seine Gültigkeit haben, wenn Sie jedoch Wert auf eine schlüssige Küchenplanung legen, ist es bereits in der Anfangsphase notwendig sich Gedanken über den richtigen Küchenstil zu machen. Ob Ihre Küche nun strahlend weiß oder in gedecktem Weiß ausgeführt ist, kann sicherlich noch eine Weile zurückgestellt werden. Der Küchenstil ist jedoch schon früh entscheidend. Eine geradlinige moderne Küche arbeitet mit ganz anderen Proportionen als eine Landhausküche. Die Linienführung kann dazu führen, dass es Sinn macht ein Fenster oder eine Zimmertüre vielleicht ein wenig zu versetzten. 

Und selbst die Farbe ist nicht ganz unwichtig: Planen Sie eine schwarze Küche? Achten Sie auf genügend natürliches Licht. Helle Flächen können Licht reflektieren, während dunkle Flächen das Licht schlucken (absorbieren). Dieses Wissen gilt es zu nutzen und entsprechend planerisch zu berücksichtigen.

 

5. Roter Faden

Ihre offene Küche schließt unmittelbar mit dem Essbereich, vielleicht auch mit dem Wohnbereich zusammen. Sie sollte sich gestalterisch einfügen. Ideal wäre es, wenn sich der Stil und die Materialität in den weiteren Möbeln wiederfinden.

Dann zieht sich Ihr persönliches Küchendesign wie ein roter Faden durch die Wohnung. Die Grenzen fließen ebenso wie Ihre Energie. Sie fühlen sich rundum wohl. Vielleicht können Sie den Grund nicht genau erklären, er hängt jedoch unmittelbar zusammen. Es ist ähnlich wie in der Natur. Hier findet man eine stetige Veränderung und doch fließend aufeinander abgestimmt.

Schaffen Sie sich Ihre persönliche Natur in Ihrer Küche.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Realisierung und der Küchenplanung.

Rufen Sie uns unter 08168/909910 an und vereinbaren sie Ihren persönlichen Beratungstermin.