Christian, 45

Christian, 45

"Als ich im letzten Jahr meinen ersten Halbmarathon in München erfolgreich absolvierte, war das nächste Ziel sofort klar: Ein ganzer Marathon!

Auf der Suche nach einer geeigneten Strecke, stieß ich auf ein besonderes Datum: Der New York Marathon 2018 findet an meinem Geburtstag statt. Na, wenn das kein Zeichen ist!

Das Ganze musste aber dann sehr schnell gehen, die 50.000 Plätze für den Marathon sind in der Regel ein Jahr vorher ausgebucht. Aber wir hatten Glück und konnten 8 Plätze ergattern. 

Mir hat besonders die Stimmung in München imponiert, und das obwohl wegen des schlechten Wetters die Zuschauer weniger waren, als sonst. Nach allem was ich gehört habe, muss der NY Marathon in puncto Stimmung und Ambiente aber das Non-Plus-Ultra sein. Ich freue mich schon sehr darauf!"

Meine Lauferfahrung

"Ich jogge schon viele Jahre. Früher bin ich regelmäßig regionale ‚Wettkämpfe‘ über 6 oder 10 Kilometer gelaufen. In den letzten Jahren habe ich das aber irgendwie schleifen lassen.

Deshalb war mein Ziel für 2017 ein Halbmarathon. 

Ab dem Frühjahr habe ich mich dann intensiv auf den München-Halbmarathon vorbereitet. Der Lauf dort war ein tolles Erlebnis und mit einer Zeit von 1:53 h war ich sogar schneller als ich mir das vorher gedacht hätte."

Mein Training

"Ich trainiere vier Mal pro Woche, Laufen und Krafttraining. Dabei versuche ich mindestens drei Mal zu Laufen. Kurze und lange Läufe (von 15 km und mehr) im Wechsel. Je nach dem wie viel Zeit ich habe, schaffe ich abends aber auch nur einen kurzen Lauf oder ich muss auf’s Laufband ausweichen, wenn es schon Dunkel ist. Am liebsten laufe ich aber draußen. Auf der Straße, im Wald, zwischen den Hopfengärten der Hallertau – das macht den Kopf so richtig frei!"

Juli-Update

"Mein Training konnte ich meistens wie geplant durchziehen. Inzwischen habe ich meine Trainingskilometer pro Woche erhöht und laufe etwa 60 Kilometer. Meinen ersten Longrun über 27 Kilometer habe ich auch absolviert. Das lief ganz gut - abgesehen davon, dass ich danach für den Rest des Tages fertig war. Da ist noch Potenzial.
Im Moment feile ich noch ein wenig an Technik, Ausrüstung (neue Schuhe) und Geschwindigkeit. Aber alles in allem bin ich ganz zufrieden mit meinen Fortschritten."

Der Marathon

"Es war der definitiv härteste Lauf meines Lebens, vermutlich sogar die größte Anstrengung überhaupt – auch jetzt nach 4 Tagen brennen meine Füße immer noch. Wobei der Schmerz schön langsam nachlässt.

Der Lauf selbst war fantastisch. Die ersten 20 km waren ein Genuss. Die Verazano Brücke mit 2 km Steigung habe ich mit links genommen und Brooklyn war der Wahnsinn. Alle 100 m eine andere Band. Man wird förmlich mitgerissen.

Bei km 25 merkt man dann schon – das wird noch ein langer Weg! Die Knie und Waden machen sich bemerkbar. Noch bis km 30 schaffen, dann klappt das schon. Ab da beginnen dann wirklich die Schmerzen. Ich habe im Vorfeld gelesen, dass man die letzten 10 km nur noch mit dem Kopf läuft und das ist auch definitiv bei mir so gewesen. Jeder Kilometer kostete ab da eine Menge Überwindung. Richtig gemein ist dann auch, dass am Schluss noch ein paar Brücken kommen und die letzten km im Central Park relativ steil nach oben gehen. 5 km vorm Ziel war mir klar, dass ich es irgendwie schaffen werde, aber meine angestrebte Zeit von unter 4 Stunden – das wird eng. Je näher das Ziel kam, desto enger kam mir das Zeitfenster vor. Irgendwie konnte ich mich dann überwinden auch die letzten km nochmal Gas zu geben und: Es hat gereicht!

Es war wirklich der Wahnsinn! Ich bin auf mich und unser Team sehr stolz." 

Wie geht's weiter?

"Rückblickend möchte ich sagen, dass die Aktion ein voller Erfolg war. Sie war ursprünglich als Mitarbeiter-Teambuilding Event gedacht und wurde dann eine Social Media Aktion für unsere Firma. Ich hätte nie gedacht, wie viel positive Resonanz wir von allen Seiten bekommen würden. Unsere regionalen Medien haben das Thema sehr gut aufgenommen und viele deutschlandweite Fachzeitschriften haben darüber berichtet. 

Für die Zukunft werde ich mit Sicherheit weiter laufen. Ein weiterer Marathon ist nicht geplant – NY kann man nicht so leicht toppen. Als Social Media Aktion habe ich schon eine gute Idee für was Neues (ist mir auf dem Rückflug von New York gekommen). Ist jedoch etwas ganz anderes.

Ich möchte es nicht versäumen, mich hiermit auch offiziell nochmals bei unserem Sponsor der Firma Siemens (studioLine) zu bedanken. Ohne Hr. Donderer und Hr. Hiebl wäre diese Aktion nicht möglich gewesen."