New York Marathon

- we did it!

Eine unglaubliche Reise liegt hinter uns!

Das ‚Team der 8‘ hat den New York Marathon bezwungen. Wir sind überglücklich und sehr, sehr stolz!

Am Donnerstag flogen wir von München direkt nach New York und konnten den Freitag und Samstag für die Eingewöhnung in der anderen Zeitzone, Sightseeing und die Abholung unserer Startnummern nutzen.

Unser Hotel lag sehr zentral in Manhattan und beherbergte an diesem Wochenende 150 Marathonläufer unseres Reiseanbieters.

Der Marathontag

Am Marathontag brachte uns ein Bus um 5:30 Uhr morgens nach Staaten Island zum ‚Runner’s Camp‘. Dort warten alle 52.700 Teilnehmer des Marathons im Freien auf den Start. 

Der Start erfolgt in vier Wellen zwischen 9:50 - 11 Uhr. 

Unser Team war in unterschiedlichen Wellen eingeteilt, deshalb war ein gemeinsamer Start nicht möglich. Aber die vier Stunden Wartezeit vor dem Start verbrachten wir bei 8 Grad und Sonnenschein gemeinsam – alle dick eingepackt. 

Frank Sinatra begleitet uns

Und dann stehen wir am Fuß der Verazzano-Brücke, vier Kilometer lang, zwei davon steigen ziemlich an – direkt am Start!

Nach der amerikanischen Nationalhymne ertönt das offizielle Kommando: 

„On your marks!“

Dann der Startschuss. 

Es geht los. Die Masse an Läufern setzt sich wabernd in Bewegung und wird begleitet von Frank Sinatra’s ‚New York, New York‘. Gänsehautfeeling.

Nach der Brücke ist man warmgelaufen. 

Quer durch New York laufen ist ziemlich cool. Viele Bands, jubelnde Zuschauer und sehr viele Getränkestände. Alles perfekt organisiert. 

Aber der Lauf ist lang, die Straßen hügelig und teilweise in schlechtem Zustand. Man muss aufpassen wo man hin tritt. 

Wenn man den Halbmarathon geschafft hat, dann steigt die Strecke an. Fast dauerhaft bis zum Schluss. Das ist fies. Jetzt beginnen auch die ersten Muskeln zu brennen, die Knie zu schmerzen. Besonders die letzten Kilometer im Central Park sind eine Qual, denn hier ist der Anstieg noch einmal besonders heftig. Alles tut weh und man glaubt, das Ziel würde nie kommen. 

Aber sie kommt, die Finish Line im Central Park am ‚Runner’s Grove‘. 

Geschafft. 

Emotionen kommen hoch und jeder von uns wünschte sich nur noch eines: Einfach nur ausruhen!

Leider ist das noch nicht möglich: 

Beim Massenlauf erreichen ca. sieben Läufer pro Sekunde das Ziel. Keine Zeit für Ruhe oder Fotos, alle müssen sofort weitergehen, damit die Masse nicht stockt. 

Etwa 100 Meter hinter dem Ziel bekommt man aber dann die hochverdiente Medaille umgehängt. Zusammen mit einer blauen Rettungsdecke oder blauen Ponchos gegen die Kälte schiebt sich dann ein Meer von müden Läufern zum Ausgang. Der liegt etwa zwei Kilometer vom Ziel entfernt. 

Überall in der Stadt sind die blauen Läufer zu sehen. Jeder trägt stolz seine Medaille, auch wir. 

Die Emotionen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich greifbar. 

Jeder Läufer ist so fertig, körperlich wie mental, dass es schwierig ist zu begreifen, was man da gerade geleistet hat. 

Im Internet hatten wir den Spruch gelesen: 

„Nimm die Stimmung von Berlin und London. Addiere sie und verdopple das Ergebnis. Dann hast du New York!“ 

Wir können heute eindeutig sagen: Genauso ist es!