Tom, 40

Tom, 40

"Ich habe eine Löffelliste, also eine Liste mit Dingen die ich gemacht haben will bevor ich den Löffel abgebe.

Der New York Marathon steht da schon lange drauf, und jetzt ergibt sich die einmalige Gelegenheit den Haken dran zu machen.

Dazu kommt noch die Krönung - dieses Erlebnis mit einer netten Truppe zu teilen! Das ist also sowas wie die Kirsche auf dem Sahnehäubchen."

Meine Lauferfahrung

"Ich habe 2009 einen Marathon absolviert, und mich nach der Geburt unseres Sohnes mit kürzeren Strecken von 10 km bis Halbmarathon eher sporadisch fit gehalten. Seit letztem Jahr laufe ich wieder etwas mehr und habe auch schon an ein paar Wettbewerben teilgenommen."

Mein Training

"Momentan laufe ich zwischen 3 und 4 mal die Woche (meistens schon früh morgens), dazu kommen noch Kräftigungsübungen zur Stabilisation. Seit kurzem lese ich mich in das Thema Crossfit ein und will auch ein paar Impulse umsetzen. 

Bei allem sportlichen Eifer verbringe ich doch auch sehr gerne die Zeit mit meiner Frau und den Kindern, daher ist ein familienfreundlicher Trainingsplan ist für mich das A und O."

Der Marathon

"Der New York Marathon ist schon etwas ganz Besonderes.

Allein was man vor dem Start in den Runner-Villages erlebt ist schon eine eigene Story. Dann der Start mit dem Kanonenschuss, einer Hubschrauberformation die unsere Köpfe gefühlt zum greifen nah überfliegt und dazu tönen die Lautsprecher Frank Sinatras „New York, New York“. Eine typisch amerikanische Show, mit Gänsehaut pur. Als ich dann noch einen jungen Mann der in kompletter Snowboardausrüstung unterwegs war (ja, mit Boots, Board und sogar einer Skibrille) überholte, hätte ich beinah vergessen, dass ich ja noch fast 40 km laufen muss. Bis km 25 war das Ganze eigentlich auch eine lockere Angelegenheit, allerdings kamen danach die Problemchen. Wegen Muskelkrämpfen musste ich immer wieder kurze Gehpausen machen, so dass ich meine Zielzeit nicht ganz erreicht habe. Das ist der kleine Wehrmutstropfen auf einem ansonsten phantastischen Erlebnis. In dieser Stadt, bei diesem Publikum, in dieser Energie - wird nicht aufgegeben!!! Es ist ein tolles Gefühl sich das Ziel zu erkämpfen wenn man kurz vorher schon beinahe alles hinschmeißen will. „If i can make it there, I'll make it anywhere“. Das nehme ich von diesen tollen Tagen mit!"

Wie geht's weiter?

"Dem Laufsport werde ich wohl weiterhin treu bleiben, es ist für mich echter Ruhepol. Vielleicht kommen auch in Zukunft ein paar Höhenmeter hinzu, der ein oder andere Berglauf würde mich schon reizen. Auch mit dem Thema Marathon habe ich noch keinen Frieden geschlossen – die Zielzeit wird noch verbessert. Wo und wann? - Keine Ahnung, aber höchstwahrscheinlich nicht in New York. Es gäbe da schon noch ein paar Metropolen mit toller Laufathmosphäre, die auch ihren Reiz haben."