Schluss mit Langeweile an der Rückwand

Wie schützt man den Bereich zwischen Arbeitsplatte und Hängeschränke am besten?

Früher gab es für die Rückwand nur eine Antwort: Fliesen.

Die sind seit langem überholt. Die Fliese hat ihre Berechtigung nach wie vor in Landhausküchen, großformatige Fliesen werden in modernen Küchen gerne eingesetzt. Auch als Mosaik können Fliesenrückwände gestalterische Akzente setzen. Die Fliese verlangt jedoch ein wenig Liebe in der Pflege – vor allem die Fuge.

In modernen Küchen hat sich als Rückwand Glas einen festen Platz erobert. Und das aus gutem Grund: Die Glas Rückwand bietet viele Möglichkeiten in der Gestaltung. Meistens wird sie rückseitig in der Wunschfarbe lackiert. Glasplatten können auch mit individuellen Wunschfotos bedruckt werden.Den größten Vorteil bietet Sie in der Pflege: Einfachste Reinigung wie bei einer Fensterscheibe. Auch nach monatelanger Vernachlässigung ist sie äußerst einfach zu putzen und sieht anschließend wieder aus wie neu – was z. B. ein guter Aspekt bei Mietobjekten ist.

Die Rückwand aus Glas kann klar oder in satinierter Optik verwendet werden. Auch Drahtgläser oder Ornamentgläser können verbaut werden. Bei transparenten Gläsern ist jedoch darauf zu achten, dass sie seitlich gut verschlossen werden, damit sich keine Insekten Ihren Weg bahnen. Ein weiterer Vorteil von Glas: Steckdosen und Bohrungen sind leicht zu realisieren.

Ein Highlight stellt natürlich die beleuchtete Glasrückwand dar, möglich sogar mit Farbwechsel. Allerdings sollte diese Rückwand nach Möglichkeit entsprechend geplant werden da man zum Beispiel sehr auf die Platzierung der Steckdosen achten sollte. Es gibt hier verschiedene Systeme der Hinterleuchtung: Aus meiner Sicht wird sich hier die LED-Technik über kurz oder lang durchsetzen, da Sie zwei unschlagbare Vorteile hat: Zum einen den geringen Energieverbrauch, zum zweiten die Langlebigkeit der LED-Bänder.

Glasrückwand von unten beleuchtet

Alternativ zu Glasrückwänden kann das Material der Arbeitsplatte als Spritzschutz eingesetzt werden. Dabei stehen alle Möglichkeiten zur Auswahl: alle Steinarten wie Granit, Schiefer, Gneis, Marmor, Sandstein…. Aber auch Mineralwerkstoffplatten von LG HiMacs oder Corian, eignen sich sehr gut.

Edelstahl in seinen verschiedenen Schliffvarianten und auch Porzellan, stellen ebenfalls eine sehr gute, wenn auch exklusive Lösungen dar.

Eine etwas günstigere Lösung sind Melamin beschichtete Platten. Wir empfehlen hier jedoch dringend auf echtes HPL zu achten und keine einfachen Melaminplatten zu verwenden – da die originalen HPL-Platten wesentlich widerstandsfähiger und langlebiger sind.

Seit ein paar Jahren sind Kompaktplatten auf den Markt gekommen. Sie sind ähnlich wie HPL zu sehen – technisch sind sie sehr gut als Rückwand geeignet. Aufgrund der geringen Stärke tragen sie auch nicht zu fest auf.

Ein guter Akzent als Rückwand wird auch durch Spachteltechniken auf Basis von Kalk erreicht. Hauptsächlich wird das im Landhausbereich eingesetzt, kann aber auch in der modernen Küche sehr interessant wirken. Vorteil dabei: Es lassen sich relativ einfach neue Farbideen realisieren. Als Nachteil ist die geringe Stoßfestigkeit zu sehen. Lassen Sie diese Technik in jedem Fall von einem erfahrenen Maler ausführen.

Die günstigste Möglichkeit ist die Behandlung der Wand mit abwischbarer Latexfarbe, wird auch als „Elefantenhaut“ bezeichnet. Diese Farbe gibt es in verschiedenen Glanztönen – mittlerweile sogar schon in matt. Wenn man sich noch nicht ganz sicher ist welche Rückwand Ihnen am besten zusagt ist dies bestimmt eine gute erste Wahl, die man auch ohne fremde Hilfe selbst anwenden kann.

Meine Aufzählung erhebt hier bei Weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit: Vieles ist denkbar, wie Holz, aber auch Klinkersteine, Linoleum, Acryl, Materialien in Acryl gegossen, Schwarzstahl, Tapeten, Leder, Vergoldung, Kupfer……. Der Phantasie sind hier lediglich Grenzen im Hinblick auf die Pflege gesetzt.

Küchenrückwand in Eiche, passend zum Parkett im angrenzenden Wohnraum

Autor: Christian Beer

Beer GmbH

Mehr für Sie

Keine Kommentare gefunden!

Schreibe einen Kommentar